Politiker, Wirtschaftsverantwortliche – Floskeln und Phrasendrescher

Manchmal lügen Sie bewusst und manchmal weil sie es nicht besser wissen. Am schlimmsten sind aber ihre ausweichenden Antworten die keine sind, beispielsweise: «Wir sind uns diesem Problem bewusst und überlegen uns geeignete Massnahmen»

Politiker, Diplomaten, Wirtschafts- und NGO-Sprecher und Opinionleader (folgend PDWNO genannt) sind grösstenteils Floskeln und Phrasendrescher.

Manchmal lügen Sie bewusst und manchmal weil sie es nicht besser wissen. Am schlimmsten sind aber ihre ausweichenden Antworten die keine sind, beispielsweise: «Wir sind uns diesem Problem bewusst und überlegen uns geeignete Massnahmen». Damit signalisieren sie sowohl bei den Betroffenen, in der Öffentlichkeit und/oder bei Interessierten, Bereitschaft ohne Verpflichtung. Das ist gleichbedeutend zu bestenfalls einer Prolongation (Aufschiebung), normalerweise aber dem abjurieren ohne Eid, also dem Entsagen und Verzicht auf jegliche Handlung.

Diese Kommunikationstechnik wird trainiert und ständig verfeinert. Das schlimmste für PDWNO`s sind verfängliche Aussagen, dies meiden sie wie der Teufel das Weihwasser. Wenn sie es doch einmal machen, hat dies, – selbst wenn es sich dabei um eine bewiesene Lüge handelt, meist keinerlei Konsequenzen. Viele Lügen sind bewiesene Tatsachen, sogar unsere Bundesrätin Evelyne Widmer-Schlumpf hat es vor laufender Kamera getan, doch niemand schien sich daran zu stören, auch nicht, als es das Politmagazin Rundschau noch vor ihrem Amtsantritt, für alle sichtbar, öffentlich ausstrahlte.

Diese PDWNO`s sind nicht da um den Benachteiligten, den Diskriminierten, den Betrogenen oder den vom Amts-Schimmel zerfressenen Menschen eine Lösung oder gar eine Perspektive zu bieten. Ihre Aufgabe besteht darin, dem Finanz und Wirtschaftsadel zu dienen, denn da steckt das allmächtige Geld, die Leichen (jene welche darunter leiden) spielen da keine Rolle. In einem Interview sagte der Parteipräsident der FDP Philipp Müller einmal folgendes: «Als ich mich als Unternehmer begann für die Politik zu interessieren kamen die Parlamentarier zu mir und fragten mich, welche Massnahmen sie ergreifen könnten um mich als Unternehmer zu unterstützen». Da er ein recht integrer PDWNO ist, sagte er «Um Gottes Willen, tun Sie gar nichts, lassen Sie uns freie Hand und machen Sie bitte bloss keine neuen Gesetze».

Damit diese Wirtschafts- und Finanzadel- Dienlichkeit auch weiterhin gut funktioniert, werden auch keine Anlaufstellen für Unterdrückte, Diskriminierte, Benachteiligte, Whistle Blower und Justiz Geschädigte geschaffen. Als Lukas Reimann im Mai eine Motion für die Schaffung einer Meldestelle für Korruption einreichte, wurde diese von der Bundesrätin Simonetta Sommaruga mit der einer, – natürlich komplett unverfänglichen Floskeln-Begründung abgelehnt: «Auf Bundesebene besteht erstens bereits die interdepartementale Arbeitsgruppe zur Korruptionsbekämpfung, welche sich mit der Koordination der verschiedenen Aktivitäten und der Erarbeitung von gemeinsamen Strategien befasst. Zweitens erfüllt die Eidgenössische Finanzkontrolle beim Bund die Funktion einer zentralen Meldestelle».

Die Stimmbeteiligung in der Schweiz ist beschämend tief, sie liegt meist bei rund 40%, dass ist für eine direkte Demokratie weitaus mehr als eine Ohrfeige, es ist sogar mehr als ein Alarmsignal, doch wir wissen es – gehandelt wird IMMER erst dann wenn die Katastrophe bereits geschehen ist. Stattdessen sucht man nach Auswegen und versucht mit Wahlveranstaltungen die Menschen „zu motivieren“. Wahlveranstaltungen sind nichts anderes als Manipulationsveranstaltungen, man versucht durch sehr viel Rhetorik und Polemik (Stimmlage, Publikumsgefühl und Fachworte) in möglichst langen Prologen tunlichst wenig und nur das zu sagen, was die Veranstaltungsbesucher hören wollen, oft sind es Phrasenveranstaltungen mit sehr wenig, oberflächlichem und populistischem Inhalt.

Die PDWNO`s suchen die Fehler im System und beim Stimmvolk, aber niemals bei sich selber, man versucht das Stimmvolk zu verändern und ignoriert die eigenen Verfehlungen beharrlich ohne Einsicht. Menschen die wirklich etwas verändern wollen, Menschen mit viel Praxiswissen, Erfahrung und dem Willen wirklich dem Volk zu dienen werden unterdrückt bevor sie überhaupt jemals eine Stimme erhalten. Für einzelne ist es fast unmöglich etwas an diesem intrigen System zu ändern, einer der es dennoch geschafft hat, heisst Thomas Minder. Obwohl er alleine und ohne Fraktion politisieren muss, fürchten ihn die Politiker von Links bis Rechts, denn sie wissen, dass Volk steht mehrheitlich hinter ihm, er ist ein Volksheld. Anstatt etwas daraus zu lernen, verfolgt man die meist eigennützigen Interessen weiterhin. Warum etwas verändern? Wer es einmal bis ins Parlament geschafft hat, hat für den Rest des Lebens ausgesorgt, es ist ein Sprungbrett für Verwaltungsratsmandate. Früher nannte man die PDWNO`s Logenmitglieder und Freimaurer. Vermutlich wird sich auch in Zukunft nichts an der „Wählverdrossenheit“ der Schweizer Bürgerinnen und Bürger ändern, die meisten Nichtwähler/innen sind es müde den andauernden, unaufhörlichen und besonders uneinsichtigen Phrasendreschern zuzuhören. Solange sich an diesem antrainierten Floskelnverhalten nichts ändert, wird sich auch an der Wählerbeteiligung nichts ändern.

Aber es gibt auch gute Beispiele, also Politiker/innen die es geschafft haben in der Bevölkerung eine grosse Anhängerschaft zu bilden. Sie dürfen direkt und ehrlich sein, denn sie vertreten das Volk und nicht die PDWNO`s. Es sind die unbequemen, jene die nicht davor zurückschrecken die direkte, oft unbequeme und manchmal sogar beleidigende Wahrheit zu sagen. Sie polarisieren, aber man kann sich auf sie verlassen, man spürt, dass nicht der Eigennutz sondern der unbändige Willen dafür einzustehen für was sie gewählt wurden, im Vordergrund steht. Meist stellen sie sich dem Volk und nutzen auch moderne Kommunikationsmittel wie: Twitter und Facebook, es sind Namen wie: Cerderic Wermuth, Lukas Reimann, Susanne Leutenegger-Oberholzer, Oskar Freysinger, Jaqueline Badran, Philipp Müller und weitere ähnliche Charakteren.

Das meiste von dem was Sie hier lesen wissen Sie bereits, wenngleich Sie möglicherweise die Tragweite der Konsequenzen nicht bewusst sind. Es ist lediglich die Spitze des Eisbergs, Menschenwürde übergreifende Unterdrückung geschieht in einem weitaus grösserem und der Öffentlichkeit vorenthaltenem Mass. Was können Sie dagegen tun? Sie haben bereits viel getan indem Sie dies hier gelesen haben, es ist ein Anfang. Teilen Sie diese und andere Webseiten mit sinngemäss ähnlichem Inhalt. Tragen Sie dazu bei, dass politisch.ch zu einer Anlaufstelle für alle Missbräuche wird. Indem hier eine Plattform für Gerechtigkeit entsteht, erhalten wir eine gewichtige Stimme. Sprechen Sie darüber, teilen Sie Beiträge, vernetzen Sie sich und nehmen Sie mit uns Kontakt auf.

Ich bedanke mich bei Ihnen,

T. Huber / Herausgeber

Share Button

Kommentar hinterlassen