Timoschenko will Putin und 8 Millionen weitere Russen töten

Ein abgehörtes Telefongespräch zwischen Julia Timoschenko und Nestor Schufritsch sorgt in der ganzen Welt für grosse Aufregung.

Das es sich dabei um keine Fälschung handelt bestätigt Julia Timoschenko selbst auf Twitter, allerdings seien Teile des Gesprächs zusammengeschnitten worden und so in einen falschen Kontext gestellt worden. 

Am negativ Beigeschmack kann aber auch eine mögliche Verfälschung nichts ändern.

Die Frage welche bleibt ist jene dessen, wer tatsächlich dahintersteckt. Die Technologie steht hier weniger zur Debatte als der tatsächliche Aufwand und die Absicht welche sich dahinter verbirgt. Interessanterweise finden von der USA und der EU abgehörte Gespräche kaum je den Weg ins öffentliche Internet, dies lässt jedoch weniger darauf schliessen, dass diese dort nicht stattfinden als mehr darauf, dass der Schaden oder Nutzen einer solchen Veröffentlichung nicht in Relation zu der eigenen Glaubwürdigkeit und der öffentlichen Moralvorstellung steht.

Ist eine Abhöraktion welche zwar stattfindet, die Öffentlichkeit aber nicht zu hören bekommt moralisch vertretbar? Dass es gemacht wird wissen wir alle. Ganz sicher sind darauf  ähnlich verwerfliche Aussagen zu hören, nur weil es die Öffentlichkeit nicht hört, ist dies doch nicht ethisch korrekter.

Der Deutsche Regierungssprecher sagte: < Bei aller Opposition zum russischen Vorgehen auf der Krim gebe es Grenzen in Sprache und DENKEN, die nicht überschritten werden dürften. > Das bedeutet im Klartext, dass nur schon der Gedanke an sich strafbar ist. Gottlob gibt es noch keine Gedankenkontrolle, denke ich nur an meine Gedanken zurück, welche ich gegenüber dem Oberstleutnant während meiner militärischen Überlebenswoche hatte.

Die Suggestion hinter dieser Aussage ist aber eine andere. Sie sagt: Wir mit unseren Demokratischen Wertvorstellungen sind bessere Menschen und würden so etwas nicht einmal in Gedanken formulieren.

Mit diesem Beitrag soll nicht zum Ausdruck gebracht werden, dass unsere westlichen Ideale zwingend schlecht wären, vielmehr fordert es auf, darüber nachzudenken, ob wir wirklich besser sind und in Anspruch nehmen können über der Weisheit letzten Schluss zu verfügen. Wir tun das selbe, nur ist das „Handling“ anders. Wir sagen Terroristen sind schlecht, aber wir fragen uns nicht weshalb sie zu Terroristen geworden sind und ob wir mit unseren Methoden vielleicht auch eine Verantwortung dafür tragen. Wir unterstützen die Juden und verurteilen die Palästinenser. Nicht weil wir generell so sind, sondern weil uns die Medienlandschaft in den vergangenen 70 Jahren dies so suggeriert hat. Wir stellen uns kaum noch die Frage ob es richtig war, eine weisse Bevölkerung nach Afrika in ein von den USA und Europa annektiertes Gebiet umzusiedeln.

Tatsache ist, dass dieses Telefongespräch skandalös war, daran kann nichts und niemand etwas ändern. Wir können solche Telefongespräche durch die Abschreckung unsere Abhörpolitik zwar weitgehend abblocken, aber die Gedanken und deren letzten möglichen Umsetzung können wir nie verhindern.

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